Drei Fragen an…

Jens Bluhm, Regieassistent an den Münchner Kammerspielen, inszenierte für die vierte und für diese Spielzeit letzte Folge der LABORATORIUM-Reihe POLEN IST MEIN ITALIEN. Das Stück von Sascha Hargesheimer wurde zu Beginn der Spielzeit bereits auf der LANGEN NACHT DER NEUEN DRAMATIK vorgestellt. Für seinen Text erhielt der Autor den Münchner Förderpreis für Deutschsprachige Dramatik.

LABORATORIUM 4 - POLEN IST MEIN ITALIEN

© Julian Baumann

Gibt es lustige Momente aus der Probenphase, an die du dich besonders gern erinnerst?
Es gab immer wieder sehr lustige Momente und Geschichten. Dazu hat wohl die Mischung aus jungem Team und älteren Schauspielern beigetragen. Peter Brombacher und Walter Hess hatten kürzlich ihr 50jähriges Bühnenjubiläum. Die haben natürlich schon sehr viel gemacht und so ziemlich alles gespielt. Klar, dass es da an Anekdoten während der Proben nicht gemangelt hat.

LABORATORIUM 4 - POLEN IST MEIN ITALIEN

© Julian Baumann

Wo liegt dein persönlicher Zugang zum Stück?
Sascha Hargesheimer hat in seinem Stück Fragmente über die Dreharbeiten des Independentregisseurs Bela Roberti gesammelt, der in den Achtzigern in Polen an einem Film gearbeitet hat. Da während des Drehs das Filmmaterial ausgegangen ist, gibt es nicht viele Dinge, die übriggeblieben sind, darum bleibt uns nur das Lesen in diesen Dingen. Und das interessiert mich. Welche Geschichte können wir erzählen? Was bleibt übrig? Kann man Vergangenheit wirklich festhalten? Was ist am Ende dokumentarisch und was ist fiktiv? Wir bewegen uns irgendwo dazwischen.

Sascha Hargesheimer fragt in seinem Text:
was würdest du filmen / mit dem letzten rest meine ich / wenn
es der letzte rest film auf der welt wäre / was würdest du sehen
wollen.

Was würdest du erhalten wollen?
Ich würde gar nicht so viel konservieren. Im ersten Gespräch mit Peter Brombacher haben wir über dieses Festhalten geredet. Ich hab gesagt: „Es geht da um jemanden, der versucht, sich zu erhalten.“ Und Peter sagte dann so ganz ruhig: „Warum? Ich will das gar nicht. Deshalb mache ich ja Theater“.

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